Maßnahmen in QM Ware einpflegen

 Beim Einpflegen von Maßnahmen in QM Ware arbeiten Sie mit dem folgenden Formular:

 massnahmen

 Beschreibung
Datum Datum der Maßnahmenaufzeichnung
Typ Art der Maßnahme festlegen; siehe Informationen unterhalb zur Unterscheidung zwischen Sofort-, Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen
Verantwortung Die verantwortliche(n) Person(en). Tragen Sie eine oder mehrere E-Mailadressen ein und setzen Sie einen Haken bei "E-Mail senden", um den Inhalt der Maßnahme automatisch per E-Mail an die Adressaten zu versenden. Der Verantwortliche kann die Maßnahme für 4 Wochen direkt online bearbeiten, ohne ein eigenes Konto zu benötigen.
Termin Datum, an dem die Umsetzung der Maßnahme geprüft und beurteilt wird
Ergebnis Kurze Beschreibung, ob Wirksamkeit der Maßnahme gegeben ist, oder ob die Maßnahme überarbeitet werden muss (dann mit Eintrag eines neuen "Termins")
Datum Wirksam Datum, an dem die Wirksamkeit der Maßnahme festgestellt wurde. Sobald hier ein Datum eingetragen ist, wird die Maßnahme in den aktuellen Maßnahmen nicht länger angezeigt

 

Wie unterscheidet man  Sofortmaßnahmen von Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen

Im Qualitätsmanagement unterscheidet kann man beim Auftreten von Fehlern drei verschiedene Arten von Maßnahmen:

  • Sofortmaßnahmen
  • Korrekturmaßnahmen
  • Vorbeugungsmaßnahmen

Diese Systematisierung erleichtert es, die Absicht der Maßnahme zu erfassen, noch bevor man sich mit Ihren Details beschäftigt hat. Um sinnvoll und normgerecht mit diesen drei Typen umgehen zu können, ist es jedoch wichitg, diese korrekt zu unterscheiden.

 

Sofortmaßnahmen

Wie der Name schon vermuten lässt, werden Sofortmaßnahmen unverzüglich beim Auftreten eines Fehlers eingeleitet und zielen darauf ab, die potenziell schädlichen Auswirkungen des Fehlers zu minimieren. Einige typische Beispiele für Sofortmaßnahmen sind:

  • Kennzeichnung fehlerhafter Teile und Verbringung in ein Sperrlager
  • Nacharbeit, Reparatur
  • Produktionsstopp
  • Auslieferstopp
  • Anordnung einer 100% Prüfung lagernder Teile oder während der Fertigung
  • Information des Kunden zu Lieferverzögerungen

Alle Sofortmaßnahmen haben gemeinsam, dass Sie das Problem für den Moment zwar "entschärfen", aber keine dauerhafte Lösung des Problems anstreben. Sie sind die erste Maßnahme und sollten in den aller meisten Fällen ergänzt werden durch Korrekturmaßnahmen.

 

Korrekturmaßnahmen (DIN EN ISO 9000, Kapitel 8.5.2)

Bei den Korrekturmaßnahmen geht es darum, die Ursache des Fehlers bei der Wurzel zu packen und zu eliminieren. Beispiele für Korrekturmaßnahmen:

  • Dokumentenänderungen: Berücksichtigung der Fehlerquelle in Verfahrens- Arbeits- und Prüfanweisungen
  • Nachschulung (insbesondere nach Änderung von Dokumenten)
  • Änderung im Produktionsablauf
  • Änderung des Fertigungsverfahrens
  • Technische Änderung des Produktes

Wichtig ist der Norm und dem Auditor nicht nur die Beschreibung von Korrekturmaßnahmen, sondern insbesondere auch die wirkungsvolle Umsetzung der Korrekturmaßnahme. Eine normkonforme Fehlerdokumentation beinhaltet daher zwingend die Angabe eines Kontrolltermines, zu dem die Korrekturmaßnahme überprüft, für wirksam befunden oder ggf. überareitet wird.

 

Vorbeugungsmaßnahmen (DIN EN ISO 9000, Kapitel 8.5.3)

Vorbeugungsmaßnahmen werden leicht mit Korrekturmaßnahmen verwechselt. Der Unterschied ist jedoch, dass eine Vorbeugungsmaßnahme nicht unbedingt darauf abzielt den konkret beschriebenen Fehler in Zukunft zu vermeiden, sondern mit einem Blick auf die Natur des Fehlers versucht, einzuschätzen, welche ähnlichen Fehlerquellen es gibt und diese zu vermeiden, noch bevor tatsächlich Fehler entstehen. Methoden zur Generierung von Vorbeugungsmaßnahmen:

  • Systematische Auswertung von Fehlerursachen (oft von mehreren Fehlern gemeinsam)
  • Fehler-Möglichkeiten und Einfluss Analyse (FMEA)
  • Statistische Auswertungen (z.B. um im Produktionsprozess regelmäßig wiederkehrende Störeinflüsse wie Abnutzung, Temperaturschwankungen etc. führzeitig, d.h. vor Entstehen eine Toleranzüberschreibung zu begegenen